Eine Zugfahrt die ist lustig…

…eine Zugfahrt die ist schön scheiße!

Schonmal das Verlangen gehabt, eingefercht zu werden? Mit ausflippenden Kindern, schwitzenden Bauarbeitern und Bundeswehrsoldaten? Dann einfach mal Bahnfahren!

Ich hasse Bahnfahren, deshalb drücke ich mich darum, so oft es geht. Bisher war das eigentlich auch erfolgreich. Von Klassenfahrten einmal abgesehen. Aber seit ich aus der Schule raus bin? Ein, maximal zweimal habe ich seitdem ein Bahnabteil von innen gesehen. Und das ist auch gut so.

Aber jetzt ist es passiert. Jetzt musste ich innerhalb eines Monats zweimal Bahnfahren. Und zweimal war es die Hölle. Beim ersten mal noch Metronom gefahren. Das war ja noch einigermaßen erträglich. Denn es war ein Samstag Abend und von Bremen nach Hamburg. Metronom fahren ist eigentlich nicht viel anders, als U- oder S-Bahn fahren. Nur etwas mehr Platz, etwas lauteres Gerumpel und mehr Gepäck, welches in den Gängen steht.

Aber heute habe ich dann mal auf der Strecke in die andere Richtung das Deutsche Bahn-Flagschiff ausprobiert. Den ICE der 3. Generation! Man möchte ja meinen, dass man hier ein super Erlebnis hat und den absoluten Luxus erfährt. Nunja ich sage es mal so: ab Harburg (sprich ein Bahnhof nach meiner Einstiegs-Haltestelle) wäre ich lieber zu Fuß gegangen.

Los geht das ganze damit, dass ich mir keinen Sitzplatz ergattert habe. Prinzipiell dachte ich, dass das an einem Sonntag Abend kein Problem darstellt – auch wenn Pfingsten ist. Problematisch war es auch nicht wirklich, weil der Abfahrtsbahnhof Hamburg war und der Zug schon gute 20 Minuten vor Abfahrt offen auf dem Gleis stand. Also schnell rein und erstmal durchgelaufen… 1. Klasse – nein… 2. Klasse – jo, aber alles voll… 2. Klasse – jo, aber alles reserviert… 2. Klasse – jo, aber ebenfalls alles reserviert… super, nochmal 2. Klasse – jedoch diesmal reserviert für bahn.comfort-Kunden… also weiter ins Boardrestaurant. Auch hier war schon alles besetzt, also nochmal durch einen 1. Klasse-Wagen in einen 2. Klasse-Wagen, wo doch tatsächlich noch Plätze gefunden werden konnte, die frei und nicht reserviert waren. Also schön breit gemacht und hingesetzt.

Kurz nach dem hinsetzen dann der ersten Typ, der für einen Euro für seine Fahrkarte fragt, weil angeblich seine EC-Karte nicht angenommen wird – der sah nichtmal so aus, als würde ihm seine Bank überhaupt eine ausstellen. Nebenan sprühten sich dann zwei Teenie-Mädels literweise Deo unter die Achseln, während vor mir ebenfalls ein jüngeres Exemplar der weiblichen Menschheit ein leckeres Reisgericht vertilgt, während vor ihr eine Familie leckere Frikadelle vertilgt – riecht auch super im Großraumabteil.

Achso hatte ich die Verspätung von 5 Minuten schon ab Abfahrt erwähnt? Nunja alles nicht so schlimm, denn nach knappen 20 Minuten Fahrzeit meldet sich schon der Lockführer mit einem aus Flugzeugen bekannten, monotonen Gebrabbel, dass niemand verstehen kann. Einziger Vorteil: ich weiß endlich sicher, dass ich im richtigen Zug sitze – auch eine Aversion, die ich bei der Bahn hege, dass die Pläne so “übersichtlich” sind.

Nachdem der Zug losgefahren ist, scheint sich die pünktlich-aber-leider-nicht-zu-früh-kommer-Lawine durch den Zug zu rollen. Minutenlang reißt der Strom von Mitreisenden nicht ab, die sich verzweifelt mit 2 Kindern und Gepäck für 10 durch den Zug quälen, um die restlichen, verbliebenen Plätze zu erhaschen – natürlich aussichtslos. Nachdem sich also 10 weinende Kleinkinder, 15 nölende Teenager und mindestens 40 halb verzweifelte Erwachsene an meinem Sitzplatz vorbeigequält haben, fragt eine offensichlich allein reisende ältere Damen nach dem Platz neben mir. Setzt sich, schlägt die Beine übereinander und außer dem Tritt gegen mein Schienbein ergötze ich mich von nun an an behaarten, sonnengrbäunten Oma-Beinen, die unter ihrer 7/8-Hose hervorluken. Hab ich schon die Teenie-Mädels erwähnt, die erneut das Abteil durch Deo-Schwaden beglücken? Oder das leider nirgendwo steht, in welche Richtung der Zug aus dem Bahnhof fährt, sodass ich leider auf einem Sitz entgegen der Fahrtrichtung lande?

Und das hier ist erst in der ersten halben Stunde der Fahrt entstanden. Ich möchte gar nicht wissen, wie es weitergeht. Vor allem nicht in Hinblick darauf, dass ich in Bremen noch in einen IC umsteigen darf, der vermutlich noch voller, noch stinkender und noch lauter ist als dieser hier. Ich bin gespannt…

— endlich im IC —

Wow ich bin ja durchaus beeindruckt. Die Sitze sind zwar nicht komfortabel und es riecht auch etwas nach Plastik, aber dafür sitze ich mit nur 4 anderen Personen in einem Waggon. Und dieser ist dazu auch noch doppelstöckig ausgelegt. Klar, so ein IC hält an fast jeder Milchkanne, um weitere Mitfahrer aufzunehmen, aber alles in allem war das doch deutlich angenehmer, als mit dem ICE zu fahren. Deswegen gibt’s auf dieser Weiterfahrt auch eigentlich nichts weiter zu erzählen – gut die betrunkenen Werder Bremen-Fans mal ausgenommen, die ihre Druckluft-Fanfaren mehrmals im Zug zünden mussten, um auf den Geiwinn des DFB-Prokals hinzuweisen. Komisch allerdings, dass nichtmal ein Schaffner kam – man somit durchaus hätte schwarz fahren können. Aber so oder so bin ich dann gut in Oldenburg am Hauptbahnhof angekommen. Und das war auch gut so. Denn bis jetzt hatte ich immer noch einen kleinen Teufel im Hinterkopf, der mir ins Ohr flüsterte “das ist das falsche Oldenburg”… denn auf der Deutsche Bahn Website kann ich eingeben, dass ich nach Oldenburg möchte. Aber welches Oldenburg steht da leider nicht. Ist es Oldenburg bei Bremen oder ist es Oldenburg in Schleswig Holstein!? Klar, wenn die Bahn als Zugverbindung Hamburg – Bremen – Oldenburg raussucht, gehe ich mal davon aus, dass es das Richtige ist, aber wissen kann man’s scheinbar erst, wenn man angekommen ist. Warum geben die nicht noch das KFZ-Kennzeichen mit aus? Dann weiß man es schließlich genau. Oder aber zumindest mal eine Ansicht der Fahrtroute oder so.

Alles in allem war es aushaltbar. Muss ich nicht wieder haben so eine Zugfahrt und glücklicherweise war es ja auch nur eine Hinfahrt. Denn zurück ging es diesmal mit dem neuen Pimpmobil.

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PS: Mit diesem Fahrzeug habe ich mich mal selbst zur Pimpnase der Woche gekührt.

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Wir brauchen ein Logo…

…dachte sich der russische Nachrichtendienst GRU. Und wenn man schon mit die coolste Militärabteilung ist mit der Aufgabe der Spionageabwehr und eine Spezialeinheit für unkonventionelle Kriegsführung und Terrorismusbekämpfung unterhält, dann kann man sich auch schonmal ein cooles Logo zulegen.

Wer mehr über die GRU wissen will, der kann sich hier schlau machen. Alle Rechte am Bild kann man dann hier nachlesen.

Time goes by…

223 Artikel, 100 Kommentare, unzählige Kiez-Abende und hunderte von Litern Bier und Jägermeister später und dieser Blog wird 1.

Allerdings müssen hier mal wieder mehr Abende erinnert werden. Schließlich brauchen wir ein Tagebuch, wenn man sich schon Morgens nicht mehr an den Abend erinnern kann. Als neuen Ansporn für’s nächste Jahr versuchen wir mal nach jedem Abend kurz zusammen zu fassen, was, wer, wann, wo gemacht hat.

Finanzkrise? Kein Wunder!

Ich mag keine Banken. Mochte ich noch nie. Und jetzt weiß ich auch mal wieder wieso.

Ich möchte etwas von meiner Bank. Ergo rufe ich dort an und fordere ein Schreiben an. “Ja alles kein Problem, Herr Pimpnase. Schicken wir Ihnen zu”. Ein, zwei Tage später erfahre ich, dass die Daten, die ich der Bank gegeben habe geringfügig geändert werden müssen. Also schön nochmal angerufen und wieder “Ja klar, mache ich Ihnen fertig und schick’s raus, Herr Pimpnase”. Wieder ein paar Tage später kommt ein Brief der Bank – super! Leider ist es der Erste. Nun gut, macht ja nichts – war schließlich mein Fehler, dass sich die Daten geändert haben. Also warte ich mal weiter auf den Zweiten, der da sage und schreibe 7 Tage später eintrifft – da fragt man sich dann das erste mal, was die die ganze Zeit machen.

Ich öffne also den Brief, schaue drüber und wundere mich… das ist exakt der selbe Brief, nur mit einem anderen Anschreiben. Keine geänderten Daten, nichts!? Also schön nochmal die Bank angerufen und alles erklärt “Ja, achso, neee, kein Problem, einfach in dem Brief die aktuellen Daten eintragen und dann machen wir das schon”. Da hätte ich eigentlich stutzig werden müssen. Eine Bank, die “das einfach so” macht? Naja also schön die Sachen eingetragen und zur Post gegeben. Das war Montag vor einer Woche morgens um 8Uhr. Seitdem keine Meldung von der Bank…

Ich persönlich finde, die Banken könnten sich gerade jetzt aber mal den Arsch aufreißen, wenn jemand von denen etwas will. Vor allem, wenn’s dabei nicht um eine Investition geht und keinen Kredit. Wieso braucht man denn als Bank eine Woche, um einen Brief rauszusenden und über eine Woche, um die Antwort zu bearbeiten? Mag ja sein, dass die da mit Arbeit zugeschüttet werden, aber zumindest mal eine Rückmeldung, dass der Brief da ist per E-Mail oder einfach eine Info, dass die Bearbeitung länger dauert… Nö nix, einfach keine Meldung.

Ich habe als Außenstehender echt das Gefühl, dass das Banksystem genauso marode ist, wie die Telekommunikations-Unternehmen. Schon alleine, dass eine Überweisung mehrere Tage dauert und ins Ausland auch noch kostet ist pure Schikane. Das ist alles elektronisch geregelt und kann sekundengenau verbucht werden. Mag ja sein, dass die Kosten für die Software etc. reingeholt werden müssen. Aber dann muss man sich eben mal innerhalb der Banken auf eine geregelte Schnittstelle einigen, über die man Dinge abwickelt – oh die gibt es ja…

Leider ist in der Gesellschaft noch veranktert, dass Bänker ja die Gönner der Gesellschaft sind und wenn man mal einen Kredit will oder sonstwas, dass hat man sich bitte auf den Knien dem Schalter zu nähern und als Bittsteller aufzutreten. Das ohne Kreditnehmer eine Bank auch schnell pleite sein kann – völlig egal. Früher mag das vielleicht mal so gewesen sein, dass eine Dorfbank nunmal alles für die Leute geregelt hat. Aber selbst das ist ja mittlerweile überholt. Zusätzlich zur Sparkasse gibt’s doch in jedem etwas größeren Ort noch eine Bank, an die man sich auch werden kann.

Ich warte ja nur auf die Antwort der Bank, dass die Daten ja abweichend vom Brief sind und deshalb müsste man das entweder ausgiebiger prüfen oder aber man müsste das ganze nochmal mit den aktuellen Daten machen. Da mach ich mir mittlerweile nichmal Hoffnungen, dass es noch anders laufen könnte.

Investitionen während der Finanzkrise? Scheinbar genauso unbeliebt wie in der Zeit davor. Warum sollte man in Krisenzeiten an seiner Arbeitsweise auch etwas ändern. Man könnte ja den Eindruck bekommen, die Bank hätte nichts zu tun. 🙁

Männerfilme

Nach dem wir letztens schon in “Fast & Furious – Neues Modell. Originalteile.” waren, kommt nun heute ein neues Highlight in das Kino-Leben: Crank2! Man kann ja darüber sinnieren, ob solche Filme pädagogisch wertvoll sind oder einen sonst irgendwie im Leben weiterbringen. Aber mal ehrlich – sein Herz wurde gestohlen!

Wer würde in solchen Filmen Realität haben wollen!? Wir wollen Action, Action, Action und das vielleicht noch gegart mit nackten Tatsachen und vielleicht noch ein bisschen Action. Filme wie der oben genannte oder Crank oder auch eigentlich alle Michael Bay-Filme sind wahre Kino-Filme. Völlig stumpfsinnige Story, viel Action, viel Bumm-Bumm und wenig Hirn. Genau sowas kann man (als Mann) wunderbar im Kino erleben.

Deshalb geht’s heute um 20:15Uhr ins Cinemaxx Dammtor. Wer mit will, durchrufen oder einfach kommen.

Pimpnase der Woche

Heute: Samsung

Zugegebenermaßen gibt es die neuen Samsung Fernseher der Serien 7000 und 8000 schon etwas länger – wenn auch nicht allzu lang. Aber da ich mir heute erst die Spezifikationen angeschaut habe, kommt dieser Post eben erst heute.

Samsung war nämlich so vorausschauend seinen Fernsehern ein WLAN und eine Ethernet-Schnittstelle einzubauen. Tja und als wäre das nicht genug, so hat man (Vorsicht, Zitat Katalogtext) “Gemeinsam mit Yahoo!” den “Internet@TV-Service” entwickelt. Davon abgesehen, dass diese Namensgebung äußerst kreativ ist für einen Service, der das Internet auf einem TV darstellt, scheint man allerdings nur Zugriff auf Dienste wie Flickr, Yahoo! oder YouTube zu haben – das “echte Internet” bleibt also weiterhin der Hosentasche vorbehalten.

Warum Samsung jetzt Pimpnase der Woche wird? Nunja ihr kennt ja die YouTube-Videos. Schlechte Qualität, schlechter Sound und ein noch schlechterer Inhalt. Und die Filme, die schon in den 480×380-Boxen von YouTube aussehen, als wäre ein Pixelator drübergelaufen, die soll ich mir jetzt in bis zu 55″ mit 1900×1200 anschauen – yeah right!

Komischerweise findet man auch kein Foto, welches mal ein YouTube-Video zeigt. Immer sieht man nur die Widgets von Yahoo! und so weiter. Aber ein YouTube-Video im Fullscreen-Modus? Fehlanzeige! Wenn Samsung da nicht noch diverse Filter drüber laufen lässt, damit die Dinger einigermaßen ertragbar sind, dann wird das sicherlich nicht genutzt auf den Fernsehern. Außer vielleicht von Leuten, die so überhaupt keine Ansprüche an Ihren Content stellen – ob sich diese Zielgruppe allerdings einen 2.500€-LED-Fernseher kauft, mag ich mal zu bezweifeln.

Alles in allem sind die Fernseher spitze. Auch sind sie mit 3cm extrem flach. Aber die Widgets!? Total überflüssiger Humbug ohne wirklichen Nutzen. Wenn ich das Wetter wissen will, gucke ich raus. Wenn ich eh nur zu Hause herumsitze und nicht rausgehe, interessiert mich das Wetter nicht. Gerade noch für Flickr-Fotos vielleicht interessant, um die neuesten Urlaubsfotos als Slideshow gleich parat zu haben. Aber dafür erstellt man doch mit dem Bild-FotoCD-Maker eine CD und stellt sie sich in den Schrank um die Familie jederzeit quälen zu können. Warum nicht einfach mal den Opera lizensieren und den dann draufmachen. Hat doch mittlerweile fast jeder Spielekonsole sowas. Dann hat man wenigstens das “echte” Internet – sogar inkl. Flash 🙂

Hamburg; keine Stadt – eine Lebenseinstellung

Am Osterwochenende hat man’s wieder gesehen. Hamburg macht mobil. Dabei allerdings mal nicht das Auto, sondern Motorrad, Fahrrad oder einfach die eigenen Füße. Und alles trifft sich in Övelgönne am Elbstrand.

Es war am Samstag Abend so voll, dass der Strand nur noch stellenweise zu sehen war und ansonsten bedeckt wurde von Decken, Grills oder Mini-Osterfeuern. Dazu das seichte rauschen der Elbe, wenn mal wieder ein Schiff in den Hafen fährt. Einfach herrlich!

Und gerade heute finde ich einen (zwar alten, aber) passenden Artikel dazu bei SPON. Er beschreibt eigentlich ziemlich gut, was den hamburger Charme ausmacht. Warum Hamburger ihre Stadt als die Schönste der Welt ansehen – und warum sie damit (im Gegensatz zu allen anderen) Recht haben. Also, lesen, verstehen, mitfühlen und sich darüber freuen, dass wir die Möglichkeit haben in dieser großartigen Stadt zu leben.

Hamburg, meine Perle bei SPON

Wieviel ist meine Website wert? III

Mal wieder ein Update für den Seitwert für www.pimpnasen.de.

11.06.08 – S: 12.11/100 (+00.00), R: 95.270/193.881 (49.14% besser)
29.08.08 – S: 16.50/100 (+04.39), R: 69.648/228.756 (30.45% besser)
05.03.09 – S: 17.44/100 (+00.94), R: 86.564/317.979 (27.22% besser), G: 5.15, SB: 0.5

Legende: S=Seitwert, R=Ranking, G=Gewichtung bei Google, SB=Social Bookmarks

Es geht also zumindest im Seitwert bergauf. Im Ranking allerdings auch. Sodass wir schon fast im oberen Drittel angekommen sind. Und den Rest schaffen wir auch noch.